Forschung

 

Allgemeine Forschungsinteressen: Interaktionale Linguistik, Konversationsanalyse, Multimodale Kommunikation, Prosodie, Syntax, Erstspracherwerb

 

Spracherwerb und soziolinguistische Variation: Eine Longitudinalstudie zum Erwerb der n-Apokope im Alemannischen

Gefördert durch den Innovationsfonds Forschung der Universität Freiburg von 5/2020 bis 10/2020.

Projektleiter: Dr. Martin Pfeiffer

Mitarbeiterin: Marina Anna, M.A.

Das Projekt befasst sich mit der Rolle sprachlicher Variation im kindlichen Erstspracherwerb. Am Beispiel der n-Apokope (Tilgung des -n wie z. B. in mache ′machen′) untersuchen wir die Frage, wie Kinder in der Phase zwischen 1,5 und 4 Jahren die lautlichen Merkmale eines Dialekts erwerben, wenn sie gleichzeitig auch mit der Standardsprache konfrontiert sind. Als Datenbasis steht uns LEKI (Longitudinalkorpus Eltern-Kind-Interaktion) zur Verfügung, das die frühkindliche Verwendung des Alemannischen im familiären Kontext anhand von Videoaufnahmen dokumentiert. Das Projekt wird zum einen Erkenntnisse über den Erwerb des Alemannischen Südwestdeutschlands liefern, zum anderen werden wir das Longitudinalkorpus laufend erweitern, um eine Datenbasis für zukünftige Forschung im Bereich des Spracherwerbs und der Eltern-Kind-Interaktion zu schaffen.


Exklamationen in der Interaktion: Formale, funktionale und visuelle Aspekte

Finanzierung durch das Eliteprogramm für Postdoktorandinnen und Postdoktoranden der Baden-Württemberg Stiftung von 5/2017 bis 4/2020.

Anschubfinanzierung durch den Innovationsfonds Forschung der Universität Freiburg von 2/2016 bis 4/2020.

Projektleiter: Dr. Martin Pfeiffer

Mitarbeiterin: Marina Anna, M.A.

Studentische Hilfskräfte: Matilda Jelitto, Annika Sturm

Ehemalige Hilfskräfte: Clarissa Bott, Christina Davril, Ramona Geng, Julian Ging, Johanna Hantsch, Niclas Schwalbe, Magnus Strobel

Auf der Grundlage von Videoaufzeichnungen von Gesprächen untersucht dieses Projekt, wie Exklamative (z.B. Wie groß die ist! oder Das ist aber ein schönes Bild!) im interaktiven Kontext von Erwachsenen und Kindern verwendet werden. Das geplante Projekt geht in verschiedener Hinsicht über den aktuellen Forschungsstand hinaus:

1) Es zieht Exklamationen heran, die tatsächlich in Gesprächen verwendet werden (die bisherige Grammatikforschung stützt sich vor allem auf erfundene oder schriftsprachliche Beispiele) und untersucht deren interaktionale Funktion.

2) Es nimmt die Phonetik von Exklamationen in den Blick, die bislang nur experimentell untersucht wurde.

3) Es untersucht das Zusammenspiel verbaler und visueller Aspekte (z.B. Mimik, Gestik, Blickrichtung) von Exklamationen.

4) Es untersucht den frühkindlichen Gebrauch von Exklamationen, zu dem bislang keine Studien existieren.

Mein Promotionsvorhaben bezieht sich im Rahmen des Gesamtprojekts auf die Untersuchung des frühkindlichen Gebrauchs von Exklamativen. Anhand von Videoaufzeichnungen von Gesprächen zwischen Kindern und ihren Interaktionspartnern im familiären Kontext (z.B. beim Spielen mit einem Elternteil) und im institutionellen Kontext (in der Kindertageseinrichtung) soll empirisch untersucht werden, wie Exklamative von Kindern in frühen Stadien des Spracherwerbs verwendet werden. Dabei soll der Entwicklungsverlauf von frühkindlichen Formen hin zur frühen Verwendung vollständiger Exklamativsätze nachgezeichnet werden. Der funktionale Aspekt, also die Verwendung in der Interaktion, stellt neben der Untersuchung der konkreten phonetisch-prosodischen Realisierung und multimodaler Aspekte von Exklamativen das zentrale Moment des Promotionsvorhabens dar.

 

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