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Lehrstuhl für Germanische Philologie - Linguistik
Philipp Stoeckle

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Promotionsvorhaben


"Subjektive Dialektgrenzen im alemannischen Dreiländereck"

In dem empirischen Forschungsprojekt geht es darum, den Geltungsbereich von Ortsdialekten aus der Sicht der Dialektsprecher selbst zu untersuchen. Ziel dabei ist es, ein besseres Verständnis für die Bedeutung von Dialekt für die regionale Identitätsbildung zu erhalten und somit Erklärungshinweise für Variation und Veränderungen im Sprachgebrauch zu liefern. Das Untersuchungsgebiet umfasst 37 Orte im alemannischen Sprachraum, in denen jeweils sechs Informanten aus verschiedenen Alters- und Berufsgruppen und unterschiedlichen Geschlechts befragt werden. Als Datengrundlage für die Untersuchung dienen von den Informanten gezeichnete Karten, sog. „mental maps“, sowie fragebuchbasierte Einschätzungen der Probanden zu ihrer eigenen Mundart und angrenzenden Dialektgebieten, die durch metasprachliche Äußerungen aus dem anschließenden freien Gespräch ergänzt werden können.

SUBJECTIVE DIALECT BORDERS IN SOUTHWEST GERMANY – The empirical research project deals with the analysis of the geographical scope of local dialects from the view of “average” speakers. The major goal of the project is to gain a better understanding of the meaning of language for the shaping of regional identity and thus to provide an explanation approach for variation and change in language use. The area of investigation is comprised of 37 villages/cities in the Alemannic speech area, in each of which six informants of different ages, sex and professions are interviewed. The data base for the analysis consists of so-called “mental maps”, i.e. maps which are drawn by the informants themselves, as well as questionnaire-based evaluations made by the informants of their own dialects and the surrounding speech areas. These data are supplemented by metalinguistic comments taken from the following discussion.